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Fachseminar: Einführung in die Arbeit mit Schlüsselsituationen

  • Viele Hochschulen und Organisationen der Sozialen Arbeit stehen an. «The case is not in the book» sagt Donald Schön – aber wo ist er dann?
  • Studierende und Berufseinsteiger:innen brennen darauf, endlich einmal etwas von dem in der Hochschule theoretisch Gelernten in der Praxis umsetzen zu dürfen. Aber wie kann das systematisch funktionieren?
  • Wie können Studierende/Berufseinsteiger:innen von ihren Praxisanleiter:innen lernen – und Letztere von Ersteren?
  • Wie kann das ganze Team im Sinne einer Community of Practice die Zukunft rocken und gemeinsam Freude am Austausch und am Verhandeln empfinden?

Das Fachseminar bietet dir die Brücke, die Theorie und Praxis miteinander verbindet.

Du erhältst eine Einführung in das achtstufige Reflexionsmodell «Arbeit mit Schlüsselsituationen». Du erfährst, wie du durch das international anerkannte Arbeitsinstrument Theorien für den Alltag nutzbar machen kannst und erkennst das enorme Innovationspotenzial für die eigene Arbeit in der Organisation. Du wirst mit unserer Unterstützung konkrete Anwendungen im eigenen Kontext erarbeiten und erproben.

Die didaktische Anlage des Fachseminars erlaubt das Pendeln zwischen Theorie und Praxis, zwischen dem Eigenen und dem Anderen, dem Spezifischen und dem Allgemeinen und verbindet so Wissen, Handeln und Werte miteinander.

Das erlebst du konkret:

  • Du erarbeitest diskursiv mit anderen Fachkräften wichtige Themen und Fragestellungen in deinem Arbeitsfeld.
  • Du übst dich in Reflexion und dem Erarbeiten von Werten und Qualitäten, nach denen du dein Handeln in diesem anspruchsvollen Tätigkeitsfeld ausrichten möchtest.
  • Du wirst von ausgewiesenen Expert*innen dabei unterstützt, Wissen, Werte und Handeln so zu verbinden, dass du weiterkommst.

Rahmenbedingungen:

  • Das Fachseminar findet an drei ganztägigen Terminen statt. Die Ausschreibung für das nächste Fachseminar findest du unter: News
  • Das Fachseminar richtet sich an alle Interessierten aus dem Arbeitsfeld der Sozialen Arbeit und kann auch ausserordentlich für einzelne Gruppen gestaltet und gebucht werden. Sollte der nächste Termin thematisch nicht deiner Präferenz entsprechen, kannst du unsere Unterstützung in Form einer massgeschneiderten Inhouse-Schulung buchen.
  • Die Art der Arbeitsweise ist werkstattmässig und prozessorientiert. Plenums- und Gruppenphasen wechseln sich ab. Die Rolle der Dozierenden ist primär die eines Coaches.

Interessiert an einer Teilnahme?

Implementierung des Ansatzes Schlüsselsituationen in deiner Organisation oder Hochschule

Möchtest du dein professionelles Handeln mit anderen Fachpersonen aushandeln und bewusst begründen können?

Bist du interessiert daran, reflexives und reflektierendes Lernen sowie die Koproduktion und das Teilen von Wissen zu fördern?

Das Reflexionsmodell Schlüsselsituationen unterstützt dich dabei, diese Ziele in der Praxis oder Lehre zu erreichen.

Gemeinsam mit ausgewiesenen zertifizierten Fachpersonen aus dem Netzwerk Schlüsselsituationen der Sozialen Arbeit kannst du für deine Organisation bzw. Hochschule eine Implementierung des Modells entwickeln, die den Unterstützungs- und Lernbedürfnissen deines Teams entspricht. Diese Anpassung wird am besten in einem flexiblen, iterativen und rekursiven Prozess erreicht, der durch Evaluation unterstützt wird.

Du erhältst kein fertiges Produkt, sondern wir gestalten die Lern- und Lehrumgebung in einem kooperativen und partizipativen Designverfahren.

Dieser Prozess und das erzielte Design für Lernen spiegeln unser Verständnis von professioneller Praxis und Lernen wider. Sie sind situiert und kontextabhängig, verbinden das Allgemeine mit dem Spezifischen und basieren auf Reflexion und Diskurs über Grenzen hinweg. Diese Art der Zusammenarbeit gibt dann auch gleich den Ton für die zukünftige Zusammenarbeit an und ermöglicht die Entwicklung eines gemeinsamen Verständnisses.

Rahmenbedingungen:

Je nach Anspruch und Vorwissen wird Dauer und Art des Prozesses ausgehandelt und festgelegt.

Interessiert an der Implementierung?

Zertifizierung zur Fachperson

Was ist eine durch den Verein bzw. das Netzwerk Schlüsselsituationen Soziale Arbeit «Zertifizierte Fachperson»?

Zertifizierte Fachpersonen des Vereins Netzwerk Schlüsselsituationen Soziale Arbeit arbeiten im Auftrag des Vereins
und nehmen folgende Aufgaben wahr:

  • Beratung zu und Konzeption von Lehr-/Lernangeboten in Hochschulen und Praxisorganisationen zur Arbeit mit dem Ansatz Schlüsselsituationen
  • Einführungen in den Ansatz Schlüsselsituationen in Hochschulen und Praxisorganisationen
  • Schulung in der Nutzung/Anwendung der zur Verfügung stehenden Arbeitsmaterialien im Rahmen der Aus- und Weiterbildung in Hochschulen und Praxisorganisationen
  • Begleitung von Studierenden, Professionellen der Sozialen Arbeit, Leitungspersonen, Teams und Communities of Practice

Interessiert an einer Zertifizierung?

Kennenlernen und Implementieren des Intervisionsmodells (IMS)

  • Sind Sie interessiert, sich in einer Gruppe von Fachpersonen mit der Qualität des professionellen Handelns auseinanderzusetzen?
  • Fällt es Ihnen manchmal schwer, Ihre fachlichen Entscheide oder die Ihres Teams wissens- und wertebasiert zu begründen?
  • Möchten Sie sich vertieft mit herausfordernden Situationen in Ihrem professionellen Alltag auseinandersetzen und ergründen, was gewirkt hat?

Dann lohnt es sich, das Intervisionsmodell nach dem Ansatz Schlüsselsituationen der Sozialen Arbeit (IMS) kennen zu lernen. Das IMS ist ein Instrument, um

  • auf Haltung und Qualität des professionellen Handelns zu fokussieren und beides, bezogen auf eine Situation, intersubjektiv auszuhandeln.
  • methodisch angeleitet einen Qualitätsdiskurs über die Gütekriterien professionellen Handelns zu führen.

Das IMS nützt Ihnen in Ihrem professionellen Alltag, weil

  • werte- und wissensbegründete Handlungssicherheit geschaffen wird.
  • innerhalb eines Fachgremiums Gütekriterien verhandelt und benannt werden;
    dadurch befähigen sich Professionelle, die eigentliche Güte ihrer Arbeit gegenüber sich selbst und Dritten auszuweisen.

Um das Intervisionsmodell IMS kennenzulernen oder es zu üben, gibt es diverse Möglichkeiten:

CoP Intervisionsmodell und Supervision

Die CoP bietet durch das Jahr hindurch, in der Regel digitale Übungstreffen an: Professionelle aus Hochschule und Praxis, Supervisor*innen und Auszubildende bringen eigene Situationen mit und lernen das Intervisionsmodell kennen und für ihren Kontext anzuwenden.

Zielgruppen:
Fachpersonen aus Praxis und Hochschule, Praxisausbildner*innen, Ausbildungs-Supervisor*innen, Studierende

Interessiert an einer Teilnahme? Die aktuellen Termine sind jeweils dem Newsfeld zu entnehmen.

Inhouse Weiterbildung

  • Wünschen Sie sich manchmal, dass Sie zusammen mit Ihrem Team Entwicklungen angehen könnten, um gut ausgerüstet und gestützt dem zunehmenden Leistungs- und Spardruck begegnen zu können?
  • Denken Sie darüber nach, wie vorteilhaft es wäre, ein Instrument zu haben, das als roter Faden in der Organisationskultur von der Aufnahme und Einarbeitung neuer Mitarbeitender bis zum Ausscheiden derselben dienen könnte?
  • Möchten Sie Ihre Organisation oder Ihr Team durch neues Wissen für Ihren Kontext inspirieren und den gemeinsamen Dialog in Gang bringen oder weiterführen?
  • Überlegen Sie sich, den Ansatz der Arbeit mit Schlüsselsituationen in einen anderen Kontext als Soziale Arbeit zu übertragen?

Als zertifizierte Fachpersonen sind wir Expert*innen für Ihre spezifischen Belange. Die Arbeit mit dem Modell Schlüsselsituationen, das eine grosse Spanne von innovativen und spannenden Anwendungsmöglichkeiten zulässt, ist unser Arbeitsinstrument.

Je nach Anliegen geben wir eine Einführung in das Wesen und die Anwendungsmöglichkeiten des Modelles. Wir beraten Sie bei organisationsinternen Herausforderungen im Zusammenhang mit Organisationsentwicklung, Professionalisierungsprozessen der Teams und Mitarbeitenden oder der Gestaltung von Prozessen im Wissensmanagement.

Die Etablierung einer auf ganzheitlichem Lernen angelegten Kultur ist uns ein Herzensanliegen. Wir setzen diesen Anspruch durch den Ansatz von Communities of Practice (CoP) um. Was es braucht, ist Interesse und Offenheit sowie die Bereitschaft, sich entwickeln zu wollen.

Tipp: Wenn Sie sich mit anderen (Organisationen oder Teams) zusammentun, die vor ähnlichen Herausforderungen stehen beziehungsweise gleiche Anliegen haben, wird es günstiger!

Interessiert an einem unverbindlichen Beratungsgespräch?

Praxis-Tagungen FHNW

Die Hochschule für Soziale Arbeit führt regelmässig zweimal pro Jahr Praxistagungen durch, die Gelegenheiten zum kollegialen Austausch sowie viel Inspiration bieten. Im Rahmen der Praxistagungen präsentieren wir die neuesten Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Ansatz Schlüsselsituationen. In der Regel gibt es einen Workshop, der ins Intervisionsmodell Schlüsselsituationen (IMS) einführt und einen, der das Reflexionsmodell vorstellt. In beiden lernt ihr den Community of Practice (CoP) Spirit kennen und hoffentlich lieben! Es wird neugierig erkundet, wertschätzend Bedeutungen ausgehandelt und Sinn erschlossen. Es geht um euch als Profis, um die Herausforderungen in Eurer Praxis und schliesslich darum, wie Schlüsselsituationen gemeinsames kollaboratives Lernen ermöglichen.

Fachwissen

Zusätzliches Fachwissen zu den einzelnen Arbeitsfeldern findest du in den Rubriken «Medienschau», «Dossiers» und «Fokusartikel» von sozialinfo.ch

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